Abwechslungsreiche Pfade machen das Smaragd-Gebiet Oberaargau zu einem Geheimtipp für Kurzausflügler. Insbesondere die durchwegs halbstündlich bediente Bahnlinie Langenthal-St. Urban bietet diverse Möglichkeiten für Entdeckungen in erholsamer Umgebung.

  • 01Langenthal-St. Urban: Mit der Bahn ein Katzensprung

In ein, zwei Stunden geht es zum Beispiel auf alten Schleichwegen von der Klosteranlage St. Urban LU über den im Aargau gelegenen Boowald nach Roggwil BE und mit dem roten Schmalspurzug komfortabel zurück Richtung Ausgangspunkt.

  • 02Die barocke Klosteranlage St. Urban

Die leichte Talsenke zwischen der Klosteranlage St. Urban und dem gegenüber liegenden Dorf Roggwil ist ehemaliges Klosterland. Hier fliesst die Rot, die zum Kanton Bern gehört. Das Ostufer ist bereits luzernisch und aargauisch.

  • 03Die Rot hat ein naturnaher Verlauf

Hinter der Klosteranlage St. Urban fliesst der Groppenbach, dem ein kleiner, unscheinbarer Fisch seinen Namen gab.

  • 04Die seltene Groppe lebt in Bächen

Seit der Abtrennung des Bezirks Zofingen vom Kanton Bern (1802), treffen beim heutigen Dreikantonsstein die Kantone Aargau, Luzern und Bern zusammen.

  • 05Der «Dreikantonsstein» Bern-Luzern-Aargau

Im Schatten von St. Urban nach Roggwil: Der Wanderweg entlang dem im Kanton Aargau liegenden Boowald macht dies über weite Abschnitte möglich.

  • 06Angenehme Waldstrasse mit Naturbelag

In Tümpeln bzw. «Glunggen» kann hie und da sogar eine Ringelnatter (harmlose Schlangenart) entdeckt werden.

  • 07Tümpel mit interessanten Tieren

Neue «Glunggen» oder «Glömpe» werden zuerst oftmals von der Gelbbauchunke besiedelt, später oftmals gefolgt von Grasfrosch und Bergmolch.

  • 08Bergmolche haben einen orangen Bauch

Am Fuss des Aargauer Waldreservats «Rebberg» stellt die Burgergemeinde Roggwil einen Rastplatz zur Verfügung, samt Brunnen und Feuerstelle.

  • 09Rastplatz beim Waldreservat

Vor langer Zeit zogen die Mönche von St. Urban an den heute bewaldeten Sonnenhänge des «Rebbergs» ihre Weinreben. Heute informieren an dieser Stelle Infotafeln des Kantons Aargau zum Thema Waldreservat.

  • 10Waldreservat - ein Zuhause für seltene Waldbewohner

Das Mädesüss oder die Spierstaude ist eine Leibspeise des Bibers, der in der Rot und deren Seitenbäche unterwegs ist. Im Mittelalter wurde es auch zum Würzen von Bier verwendet.

  • 11Blütenstand der Spierstaude

Am Waldrand oberhalb der Sagi Roggwil wachsen im Unterholz, gut versteckt, wilde Stachelbeeren.

  • 12Grosse Buche als Schattenspenderin

Die Raupe des Aurorafalters entwickelt sich unter anderem auf dem Bitteren Schaumkraut, das in Gräben am Wegrand gedeiht. Der hier ebenfalls vorkommende Zitronenfalter ist seinerseits auf den Faulbaum oder den Kreuzdorn angewiesen.

  • 13Aurorafalter auf Bitterem Schaumkraut

An der Sagi Roggwil vorbei geht es zum zweiten Mal über die Rotbrücke. Diesmal vom Kanton Aargau in den Kanton Bern.

  • 14Imposantes Wasserrad der Sagi Roggwil

Über die Rot-Brücke geht es wieder in den Kanton Bern. Hier stehen die Chancen gut, einen Eisvogel auf dem Durchflug zu entdecken.

  • 15Rot-Brücke

Ein paar Dutzend Schritte nach der Rot-Brücke kann rechts auf einen unbefestigten Grasweg Richtung Norden abgebogen werden. Dank kleinem Wassergräbchen kommt hier eine überraschende Pflanzen- und Tiervielfalt vor.

  • 16Auf unbefestigtem Grasweg unterwegs

Im Gebiet wachsen auch Heilpflanzen wie zum Beispiel der Baldrian. Dieser bietet unter anderem Schmetterlingen und Schwebefliegen wertvolle Nahrung.

  • 17Baldrian ist eine Heilpflanze

Links und rechts des Weges gibt es auch das eine oder andere Wildgemüse zu pflücken. So zum Beispiel die Brennnessel oder der Baumtropfen.

  • 18Mitten durchs Wildgemüse

Hinter einem kleinen Feldgehölz führt anschliessend ein schmaler Trampelpfad links hinauf Richtung Roggwil. Als spannendes Überbleibsel aus alten Zeiten ist hier ein Obstbaum der Sorte «Schürbirne» zu entdecken.

  • 19Trampelpfad hinauf nach Roggwil

Auf dem Hofmattenweg direkt ins Zentrum von Roggwil. Hier wurden schöne Trittsteine für die ökologische Vernetzung angelegt, zum Beispiel Steinhaufen oder kleine Blumenwiesen.

  • 20Der Hofmattenweg führt direkt ins Zentrum

Die Kirche Roggwil wurde 1665 auf Befehl der Berner Regierung gebaut. Die damaligen Roggwiler sollen dies zuerst widerwillig getan haben, da sie seit langem zum grossen Kirchspiel Wynau gehörten. Auch die engen Beziehungen zu St. Urban und gar Lehenspflichten gegenüber dem katholischen Kloster bestanden nach der Reformation von 1528 weiter, was der Regierung missfiel. Möglicherweise wurden die teils verborgenen Pfade zwischen Roggwil, Boowald und St. Urban in dieser Zeit besonders intensiv begangen.

  • 21Kirche Roggwil aus dem Jahr 1665

Heute lädt die Gartenterrasse der Bäckerei-Café Zulauf beim Bahnhof Roggwil Dorf dazu ein, sich ganz offen über neue und alte (Smaragd-)Entdeckungen auszutauschen.

  • 22Einladende Gartenterrasse

Mit dem roten Schmalspurzug der Aare Seeland mobil geht es komfortabel zurück Richtung Ausgangspunkt.

  • 23Komfortabel nach St. Urban oder Langenthal

 

 

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