Von Norwegen bis Sizilien, von Portugal bis in die Ukraine fördert der Europarat Smaragd-Gebiete, die insgesamt rund 17 Prozent der Fläche ausmachen. Die Schweiz kennt allgemein noch keine Praxis zur Förderung der Biodiversität in Smaragd-Gebieten. Deshalb hat der Verein Smaragd-Gebiet Oberaargau in einem Pilotprojekt aufgezeigt, für welche europaweit gefährdeten Arten und welche seltenen Lebensräume im Smaragdgebiet Oberaargau die Förderung prioritär ist.

Die Planungs- und Umsetzungsarbeiten dieses Projekts ergänzt die beiden anderen, neuen Projekte – aber auch das Smaragd-Projekt 2009-2014 – ideal. Ein Novum ist zudem die gleichzeitige Anwendung aller kulturlandschaftsrelevanten Politikbereiche in einer intensiv genutzten Modellregion im Schweizer Mittelland.

Neben dem Landwirtschaftsgebiet werden Siedlungen, Wald und Gewässer miteinbezogen. Dieses Projekt fokussiert auf alle National Prioritären Arten und Lebensräume, die in den «Umweltzielen Landwirtschaft» des BLW nicht enthalten sind.

Das im Februar 2015 von Regierungsrat Rickenbacher in Roggwil lancierte Grossprojekt «Managementplan für das Smaragdgebiet Oberaargau» kam Ende Mai 2016 zum Abschluss. Der 60-seitige Managementplan zeigt in der Übersicht, welche europaweit gefährdeten Arten (44 Zielarten) und welche seltenen Lebensräume (24 Ziel-Lebensräume) im Smaragdgebiet Oberaargau prioritär gefördert werden sollen. Während dieses an ein breites Publikum gerichtet ist, dient der «Technische Bericht» im Umfang von 449 Seiten in erster Fachpersonen für die Weiterarbeit im Hinblick auf Umsetzungen zu Gunsten der europaweit gefährdeten Tier- und Pflanzenarten. 

Download:
Managementplan für das Smaragdgebiet Oberaargau (60 S., 6 MB)
Technischer Bericht zum Pilotprojekt Managementplan für das Smaragdgebiet Oberaargau (449 S., 29 MB)

Unterstützt durch das Bundesamt für Umwelt BAFU und den Kanton Bern.

 

 

 

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