Gartenrotschwanz

 

Der Gartenrotschwanz bewohnt halboffene Landschaften wie Obstgärten, Parks, Gartenanlagen und lichte Wälder. Als Insektenjäger mag er zur Nahrungssuche Wiesen mit kurzem Gras und Lücken in der Vegetation. Als Brutplatz bevorzugt der Gartenrotschwanz alte Hochstammobstgärten, in denen er Höhlen findet. Leider nimmt deren Anzahl seit Jahrzehnten stark ab.

Der Gartenrotschwanz wird im Smaragd-Gebiet durch das Anbringen von Nistkästen in Hochstammobstgärten und durch die Schaffung von extensiven, lückigen Wiesen und weiteren Strukturelementen gefördert. Zwischen 2009 und 2014 wurden in folgenden Gemeinden von insgesamt 32 Landwirten 42 Massnahmen umgesetzt: Aarwangen, Altbüron, Heimenhause, Langenthal, Murgenthal, Melchnau, Pfaffnau (St. Urban), Roggwil Thunstetten und Wynau.

Weitere Informationen zu dieser Smaragd-Art:

 

Feldlerche

 

Die Feldlerche braucht als Bodenbrüter sichere Brutstandorte in Feldern fernab von Bäumen und Sträuchern. Während der Aufzucht der Jungvögel braucht sie ungestörte Zeiträume, z.B. keinen Schnitt der Vegetation rund ums Nest. Weiter ist sie auf eine proteinreiche Insektennahrung angewiesen. Dafür verteidigt sie eine bis zu 3 ha grosse Fläche vor Artgenossen. Typisch für die Feldlerche ist der Singflug der Männchen. Er kann 3 bis 15 Minuten andauern und besteht aus einer schnellen, ununterbrochenen Folge von rollenden, trillernden oder zirpenden Tönen.

Weiter Informationen zu dieser gefährdeten Art:


Bis Ende 2014 konnten im Rahmen des Smaragd-Projekts in Bezug auf die Feldlerche 21 Verträge abgeschlossen werden. In den Gemeinden Aarwangen, Altbüron, Heimenhausen, Langenthal (Untersteckholz), Melchnau, Pfaffnau (St. Urban), Roggwil, Thunstetten und Wynau werden innerhalb von Massnahmengebieten mindestens 5 % ökologische Ausgleichsflächen wie Buntbrachen oder Säume im Ackerland angelegt. Dabei liegen diese Ökoflächen nicht weiter als 100 m voneinander entfernt und 50 % davon haben eine maximale Bodenbedeckung von 50 %.

 

Nisthilfen und Lebensraum-aufwertungen

Für den Gartenrotschwanz sind an 18 Standorten Nisthilfen montiert und extensive, lückige Wiesen geschaffen worden. Für die Feldlerche wurden 27 kombinierte Einheiten von Biodiversitätsförderflächen und Lerchenfenstern im Ackerbau angelegt.

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