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Teilnehmende am Workshop Modellvorhaben

Dank einem vom Bundesamt für Raumentwicklung unterstützen Modellvorhaben im Programm «Landschaft ist Mehrwert» können sich der Verein Smaragdgebiet Oberaargau, die Stadt Langenthal und die umliegenden Berner Gemeinden intensiver mit der Landschaft und deren Leistungen auseinandersetzen. Anfangs Juli 2020 fand ein entsprechender Workshop statt.

Beat Siegrist, Co-Präsident des Vereins Smaragdgebiet, begrüsste im Bären Langenthal Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Langenthal und umliegender Gemeinden zu einem Workshop des Modellvorhabens «Den Garten der Agglomeration Langenthal gemeinsam gestalten». Er erwähnte einleitend, dass das Modellvorhaben nahtlos an die Erarbeitung des «Agglomerationsprogramms 4. Generation» anschliesst. Das damals entwickelte Zukunftsbild gewichtet Verkehr, Siedlung und Landschaft gleichwertig. Dies wurde letzten Sommer als Basis für einen Antrag des Vereins Smaragdgebiet an das Bundesamt für Raumentwicklung genommen. Aufgrund der grossen Fülle eingereichter Anträge war Ende letztes Jahr die Zusage aus Bundesbern eine freudige Überraschung. 2020-2024 können Modellvorhaben des Typs «Landschaft ist Mehrwert» umgesetzt werden. Der Smaragdverein ist eine der beteiligten Trägerschaften.

 Der erste Schritt war anfangs 2020, ein Treffen von Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Langenthal und der umliegenden Gemeinden Aarwangen, Bleienbach, Lotzwil, Obersteckholz, Roggwil, Thunstetten sowie der Region Oberaargau in die Wege zu leiten. Damit liessen sich bereits im Februar Zielsetzungen, Organisation, Budget usw. für die Weiterarbeit klären. Anlässlich des Workshops von Anfang Juli 2020 wurden rund 140 Projektideen besprochen, ein Stück weit priorisiert und Grundlagen für die Erarbeitung ganzer Projektbündel erarbeitet. Dabei könnte es zum Beispiel um den Ausbau von Veloverbindungen, Holzenergieanlagen, Weiherbauten, Parkierung rund um Naherholungsgebiete usw. gehen.

Die Projektleitung wurde im Frühling an die Biodiversia GmbH in Langenthal vergeben, inzwischen nun fachlich unterstützt durch die Hager Partner AG aus Zürich, die unter anderem auf Landschaftsarchitektur spezialisiert ist. Diese Ausrichtung ist optimal, weil das Modellvorhaben die Entwicklung von Langenthal samt umliegender Gemeinden in die Richtung eines „grossen Gartens“ mitgestalten und das öffentliche Bewusstsein für den Mehrwert von Landschaften schärfen will. Mit dem Modellvorhaben soll zudem vorbildlich sichergestellt werden, dass die heute noch sehr unterschiedlichen Zuständigkeiten im Bereich Landschaft innerhalb des Projektperimeters geklärt, die geplanten Projekte koordiniert, deren Finanzierung aufgegleist und allfällige Nutzungskonflikte moderiert und gelöst werden.

Entstehen soll mit dem Modellvorhaben ein Umsetzungsprogramm «Landschaft», das mit 10 bis 20 Initialprojekten möglichst konkret zur Aufwertung der Landschaft als «grosser Garten» und Lebensraum vor der eigenen Haustüre beiträgt. Das Modellvorhaben «Garten der Agglomeration» soll diesen künftig noch besser erlebbar machen.

Teilnehmende am Workshop vom 3.7.2020: Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Gemeinden, des Vereins Smaragdgebiet, der Region Oberaargau und die Projektleitung. Bild Leroy Ryser

Elsbeth Steiner, Gemeindepräsidentin von Lotzwil (2. von links), im Gespräch mit weiteren Workshop-Teilnehmenden. Bild Leroy Ryser

Wirkten unter anderen am Workshop mit: Pierre Masson und Florian Moser von der Stadt Langenthal, Smaragd-Co-Präsident Beat Siegrist und Projektleiter Werner Stirnimann (v.l.n.r.).Bild Leroy Ryser

 

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