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Im Raum zwischen Roggwil und dem Burgäschisee werden Interessierte gesucht, welche bei einem sommerlichen Spaziergang vertraglich gesicherte Moorbläuling-Förderflächen aufsuchen und so eine Erfolgskontrolle durchführen.


Der Dunkle Moorbläuling (Phengaris (Maculinea) nausithous) ist in der Schweiz stark gefährdet und gehört zu den hoch prioritären Arten für Fördermassnahmen. So konnten in den vergangenen drei Jahren im Gebiet zwischen Roggwil im Osten, Aarwangen im Norden, Bleienbach im Süden, sowie Seeberg und Wangenried im Westen, verschiedene Vertragsflächen zur Förderung des Dunklen Moorbläulings gesichert werden. Mit Erfolg: das Naturschutzgebiet Brunnmatte bei Roggwil ist seit 2017 wieder vom Dunklen Moorbläuling besiedelt.


Die Abteilung Naturförderung (ANF) des Kantons Bern möchte nun eine Erfolgskontrolle mit Freiwilli-gen aus der Region aufbauen. Anfangs Juli 2019 werden diese anlässlich eines Abendkurses für die Suche und Bestimmung des Dunklen Moorbläulings geschult. Den Freiwilligen werden je nach Präfe-renz eine oder mehrere Vertragsflächen zur Kontrolle zugeteilt. Mit der Erfolgskontrolle soll über die nächsten Jahre die Wiederbesiedlung im Oberaargau dokumentiert werden, bzw. bestehende Schwierigkeiten bei der Besiedlung erkannt werden.
Falls Sie interessiert sind, am Förderprojekt zu Gunsten des Dunklen Moorbläulings mitzuwirken, mel-den Sie sich beim beauftragten Tagfalterspezialisten (Christoph Forrer, 078 714 15 19).

Dunkler Moorbläuling.Foto: Manfred Steffen

Dunkler Moorbläuling. Foto: Manfred Steffen, Verein Lebendiges Rottal

 

Der Moorbläuling zurück im Smaragdgebiet

Die Schmetterlingsart Dunkler Moorbläuling ist europaweit stark gefährdet. Umso schmerzhafter war es, als die Art im Verlauf des Smaragd-Projekts 2009-2014 draussen im Smaragdgebiet nicht mehr festgestellt werden konnte. Es verblieben Vorkommen westlich davon bei Wangen a.A. und östlich davon in Vordemwald. Erfreulicherweise kehrte die Art 2017 und 2018 ins Smaragdgebiet zurück! Zuerst wurde sie im Naturschutzgebiet Brunnmatte (Gde. Roggwil), letztes Jahr dann auch bei St. Urban festgestellt. Diese Wiederbesiedelung ist im Bereich Artenförderung eine Sensation. Sie wurde nur dank mehrjährigem Engagement vieler Beteiligter möglich: So startete der Kanton Aargau für die Art vor mehr als zehn Jahren ein Förderprogramm. Entscheidend ist dabei, dass die Blütenknöpfe der Futterpflanze «Grosser Wiesenknopf» im Sommer nicht geschnitten werden. Denn hier hausen die Raupen des Dunklen Moorbläulings zwischen Ende Juni und Anfang September.

Grosser Wiesenknopf. Foto Werner Stirnimann

«Grosser Wiesenknopf». Foto. Werner Stirnimann

 

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