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Links: Dohlen-Krebse sind recht klein. Z.B. am Biodiversitätstag Oberaargau konnten sie 1:1 betrachtet werden.
Rechts: Dohlen-Krebse werden nur etwa 10 cm lang.

Heute kennen Kinder Krebse hauptsächlich vom Fernsehen her. So spielt Mister Krebs (engl. Mr Krabs) in der Serie «SpongeBob» eine grosse Rolle, während die Krebse der heimischen Gewässer für Kinder und Erwachsene meist unsichtbar bleiben. Kein Wunder, auch in den Oberaargauer Bächen und Weihern sind sie selten geworden. Eine nächtliche Suchaktion soll ab Ende August auch im Siedlungsgebiet Licht ins Dunkel bringen.

Freiwillige geben gerne Auskunft
Ab Ende August bis in den Oktober wird ein Dutzend Freiwilliger mit Taschenlampen ausgerüstet die Fliessgewässer im Smaragd-Gebiet Oberaargau absuchen. Im Fokus dieser nächtlichen Ausflüge steht der Dohlen-Krebs. Dabei werden auch Gewässer im Siedlungsgebiet abgeschritten. Die Freiwilligen dürfen gerne angesprochen werden und stehen für Auskünfte zur Verfügung. Eine zweite einheimische Krebsart, der Edelkrebs, lebt übrigens in erster Linie in Weihern. Um sie zu entdecken, werden als Fallen sogenannte „Reusen“ ausgelegt, die auch unter dem Tag kontrolliert werden können.

Einheimische Krebse stark gefährdet
Die einheimischen Krebse sind leider auch im Smaragd-Gebiet stark gefährdet. In den oberaargauischen Gewässern von Rot, Murg, Langeten und Önz einerseits und von Lotzwil bis Bannwil andererseits kommen sie nur noch vereinzelt vor. Vorkommen gibt es auch in Wolfwil, Murgenthal, St. Urban und Altbüron, die ebenfalls zum Smaragd-Gebiet gehören. Bachverbauungen, Trockenphasen, Gülleunfälle und andere Verunreinigungen setzen ihnen zu. Krebsspezialisten bitten auch Privathaushalte, in Gewässernähe keine Pflanzenschutz- und Düngemittel zu verwenden sowie kein Schnittgut und dergleichen zu deponieren.

Grundlage für Förderprojekt
Den Krebsarten setzen nicht nur Verunreinigungen zu, sondern sie werden auch durch nicht-einheimische Arten wie Signalkrebs und Kamberkrebs (beide aus Nordamerika) bedroht. Leider bringen diese Exoten für die einheimischen Krebsarten tödliche Krankheiten mit. Deshalb dürfen ja keine fremdländischen Krebse in irgendwelche Gewässer gebracht werden. Trotz allgemein negativen Vorzeichen gibt es Möglichkeiten, den einheimischen Krebsarten zu helfen. Voraussetzung dafür sind bessere Kenntnisse über deren Verbreitung. Die aktuelle Suchaktion bringt hier auch zur nächtlichen Stunde Licht ins Dunkel.

Fundmeldungen willkommen
Der Verein Smaragd-Gebiet nimmt gerne Hinweise auf Krebsbestände in Fliessgewässern und Weihern innerhalb des Smaragd-Gebiets entgegen. Auch Kenntnisse früherer Vorkommen sind von Interesse. Meldungen bitte an das Smaragd-Sekretariat: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 062 923 50 83

Projekt: Bestandsaufnahme Krebse August – Oktober 2016

Weitere Informationen zu dieser Smaragd-Art: Dohlenkrebs

 

 

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