Mitglied werden

Das im Februar 2015 von Regierungsrat Rickenbacher in Roggwil lancierte Grossprojekt „Managementplan für das Smaragdgebiet Oberaargau“ kam Ende Mai 2016 zum Abschluss. Der 60-seitige Managementplan zeigt in der Übersicht, welche europaweit gefährdeten Arten (44 Zielarten) und welche seltenen Lebensräume (24 Ziel-Lebensräume) im Smaragdgebiet Oberaargau prioritär gefördert werden sollen. Im Geleitwort für den schweizweit ersten Smaragd-Managementplan schreibt Regierungsrat Rickenbacher: „Das Smaragdgebiet Oberaargau ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie aus einer regionalen Initiative Ansätze entstehen und weiterentwickelt werden“. Was dies trotz strikter Auswahl der Zielarten und Ziel-Lebensräume am Ende bedeuten kann, bildet der „Technische Bericht“ im Umfang von 449 Seiten ab. Im Gegensatz zum Pilotmanagementplan richtet sich dieser in erster Linie an ein Fachpublikum.

Für den Smaragd-Managementplan war in Bezug auf die Zielarten und Ziel-Lebensräume eine strikte Auswahl vorzunehmen. Denn im Smaragdgebiet rund um Langenthal BE findet sich eine unerwartet hohe Anzahl von sehr seltenen und hochprioritären Arten. Leider kommen diese jedoch nur noch in kleinen Beständen vor und sind entsprechend gefährdet. Das Smaragdgebiet Oberaargau trägt dehalb auf europäischer Ebene eine besondere Verantwortung. Dies bedeutet, dass die Erhaltungszustände der Zielarten und Ziellebensräume soweit zu verbessern sind, dass sie als „gut“ oder „hervorragend“ eingestuft werden können. Dazu sind die notwendigen Flächen je nach heutigem Zustand zu identifizieren, aufzuwerten, zu vergrössern und zu vernetzen.

Jeder der sechs bearbeiteten Teilräume weist seine eigene Charakteristik auf, die sich aus Geologie, Topografie, Geschichte und heutiger Landnutzung entwickelt haben. Die gesetzten Schwerpunkte an Arten und Lebensräume sind nicht absolut zu verstehen. Auch darüber hinausgehende Aufwertungen können Sinn machen. Auffällig ist die Sonderstellung des Teilraums 6 (Rottal): Hier ist ein eigentlicher Hotspot an besonderen, auch aus nationaler Sicht sehr seltenen Naturwerten zu verzeichnen, zu denen besonders Sorge zu tragen ist.

 

 

 

Zum Seitenanfang