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Flächen mit nektarreichen Blumen, Wiesen mit lückigem Bewuchs, Bäume mit Bohnäpfeln für feinen Most: Am Roggwiler Berg sind die Voraussetzungen für den Gartenrotschwanz optimal.

Hier ein Raps-Stoppelfeld, dort ein Feld mit herangereiftem Hafer, weiter hinten eines mit Weizen: Auf dem Roggwiler Berg, in Sichtweite zum Aussichtspunkt Bergbünten und zum Dorf, ist offensichtlich Erntezeit. Erfreulicherweise finden hier auch die Bienen, Hummeln und Schmetterlinge Nektar und Pollen. Auf den 2013 angelegten Smaragd-Förderflächen für den europaweit gefährdeten Gartenrotschwanz blühen unterdessen Wegwarten, Johanniskraut, wilde Nelken und viele andere Blumenarten.

 

Blumen und Bohnapfelbäume

Zwischen den Blumen hüpfen und zirpen unzählige Heuschrecken. Allgemein ist der „Tisch“ für den seltenen Gartenrotschwanz mit Nahrungstieren reich gedeckt. In der Umgebung der blumenbestandenen Flächen haben alte, moosbewachsene Bohnäpfel-Bäume ihre Früchte angesetzt, erntereif sind die Bohnäpfel jedoch erst ab Ende Oktober. Das passt optimal zu den Arbeiten rund um den hier vorherrschenden Ackerbau. Am Ende profitiert der Gartenrotschwanz am meisten, wenn die Früchte der Hochstammobstbäume tatsächlich auch genutzt werden. Für das Rottaler Erntefest vom 26. September 2015 in Roggwil wurde deshalb bereits 2014 sortenreiner, feiner Bohnapfel-Most bereitgestellt. Neben dem Bohnapfel wird die Obstsortenorganisation Fructus am Erntefest auch andere regionaltypische Apfelsorten wie der feuerbrandresistente Alant aus Gondiswil präsentieren.

Erntefest, auch zu Gunsten Gartenrotschwanz

Das Rottaler Erntefest will den regionalen Genuss, speziell der von Hochstammobstprodukten, auch rund ums Jahr fördern. In einem entsprechenden Bezugsquellenverzeichnis auf der Erntefest-Internetseite sind zum Beispiel die Bäckerei Zulauf und die Apotheke Meyer mit beispielsweise Backwaren, lokal produziertem Honig oder regionalen Blumenteesorten aufgeführt. Beides weckt die Lust, die Umgebung besser kennen zu lernen.

Kleiner Berg für grosse Entdeckungen

Da die zierlichen Wegwarten ihre blauen Blüten am Vormittag öffnen und es ab Roggwil Dorf (Wanderweg ab Bahnhof) einen kurzen, steilen Aufstieg zu bewältigen gibt, empfiehlt sich für eine hochsommerliche Entdeckungstour der frühe Vormittag. „Morgenstund hat Gold im Mund“: Vielleicht kann auch gleich noch ein Weissstorch dabei beobachtet werden, wie er im Kreisflug die Thermik nutzt und anschliessend Richtung Klosteranlage St. Urban wegfliegt. Ein imposanter Anblick!

www.erntefest.ch und www.myoberaargau.com

 

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